Saarbrücker Medienimpulse: „Denken hilft!“ – Reinhard Karger über Roboterjournalismus und Datensicherheit

Foto Jan-Timo Schaube

 

Saarbrücker Medienimpulse: „Denken hilft!“ – Reinhard Karger über Roboterjournalismus und Datensicherheit

„Die Digitalisierung hat unsere Mediennutzung und die Medienproduktion geprägt. Offensichtlich. Jetzt beginnt Künstliche Intelligenz, KI, die Medienarbeit und das Medienschaffen zu verändern. In der öffentlichen Diskussion und im politischen Diskurs überwiegt oft die angenommene Konkurrenz von Mensch und Maschine. Das kann manchmal dazu führen, eine Bestandsgarantie für Fließbandtätigkeiten in der Produktion, aber auch in der Wissensarbeit zu fordern, wobei wir doch viel interessantere Ergebnisse erzielen, wenn wir die maschinellen Vorteile mit den menschlichen Begabungen verbinden. So ist das auch mit der Nutzung von KI für Journalistinnen und Journalisten.“, so Reinhard Karger, Unternehmenssprecher des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) auf dem 30. Journalistentag.

Der Vortrag von Reinhard Karger, veröffentlicht in M Menschen Machen Medien 17/2017 ist unter folgenden Link abrufbar:

 

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Fachtagung (Cyber)Mobbing: Talk Uwe Conradt / Jürgen Schmidt

(Cyber)Mobbing: Talk Uwe Conradt / Jürgen Schmidt

Der Jugendschutz in Medien und die Vermittlung von Medienkompetenz stehen im Fokus der Bemühungen der LMS. Mobbing verletzt allzu oft die Menschenwürde – auch im digitalen Raum. Dem Schutz der Menschenwürde fühlt sich die LMS in besonderer Weise verpflichtet. Jürgen Schmidt, Mitautor des Handbuchs „Was tun bei (Cyber)Mobbing? – Systemische Intervention und Prävention in der Schule“ und Schulsozialarbeiter, erläutert anhand konkreter Fallpräsentationen konkrete Interventionslösungen bei (Cyber)Mobbing-Fällen. „Das systemische Konfliktmanagement schafft Schulstrukturen, die Lehrkräfte und Schulklassen entlasten, Kinder und Jugendliche in ihrer Persönlichkeitsentwicklung fördern und alle Konfliktbeteiligten, z.B. auch Eltern, an einer fairen, prosozialen Konfliktlösung beteiligen.“

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Fachtagung (Cyber)Mobbing: Talk Uwe Conradt / Birgit Kimmel

(Cyber)Mobbing: Talk Uwe Conradt / Birgit Kimmel

Die Brisanz von Mobbing unter Kindern und Jugendlichen hat sich in den letzten Jahren deutlich verschärft, insbesondere durch neue Formen der digitalen Kommunikation. In diesem Kontext hat die Landesmedienanstalt Saarland zu einem Workshop eingeladen mit dem Thema „Was tun bei (Cyber)Mobbing? – Systemische Intervention und Prävention in der Schule“. Über 60 Lehrkräfte, Sozialpädagogen, Eltern und Vertreter des öffentlichen Lebens trafen sich zur Vorstellung des gleichnamigen Handbuchs der Initiative klicksafe und von Konflikt-KULTUR in Saarbrücken.

Birgit Kimmel, pädagogische Leiterin der Initiative klicksafe, beschreibt die Dynamik von Cybermobbing wie folgt: „Wir verwenden in unserem Handbuch vorwiegend den Begriff (Cyber)Mobbing statt des Begriffs Mobbing. Damit möchten wir zum Ausdruck bringen, dass Mobbing heute in den meisten Fällen eben nicht mehr nur im direkten persönlichen Kontakt in der Klasse, auf dem Schulhof oder Sportplatz geschieht, sondern parallel im Internet, in den sozialen Medien und über das Handy. Mobbing ohne vorangestelltes `Cyber´ gibt es praktisch nicht mehr.“

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Zum Tag der Verfassung 2017: Meinungsfreiheit im Fokus der offenen Gesellschaft

Von Uwe Conradt, Direktor der Landesmedienanstalt Saarland

Uwe Conradt

Heute ist der Geburtstag der Bundesrepublik Deutschland.

Heute vor achtundsechzig Jahren, am 23. Mai 1949, wurde durch den Präsidenten des Parlamentarischen Rats das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland verkündet. Das Saarland kam am 1. Januar 1957, die Länder auf dem Gebiet der DDR am 3. Oktober 1990 hinzu. Alle gemeinsam bilden sie das vereinigte Deutschland. Seit achtundsechzig Jahren ist die Bundesrepublik eine lebendige, freiheitliche, rechtsstaatliche repräsentative Demokratie.

Dieser Tag ist nicht nur ein Tag der Freude und Dankbarkeit, er ist auch Anlass zu fragen, wie es um die im Grundgesetz normierte objektive Werteordnung steht. Er mahnt uns an den Auftrag, die Werte, die Freiheit, die Demokratie und die Rechtsstaatlichkeit zu verteidigen. Geschichte läuft nicht nach Gesetzmäßigkeiten ab, weshalb die Frage, ob wir auch in Zukunft den vorgesehenen Rahmen von Freiheit und Recht des Grundgesetzes ausleben können, davon abhängt, ob der Staat und auch die Gesellschaft bereit ist, sich für die freiheitlich demokratische Grundordnung einzusetzen.

Der Einsatz erfordert die ständige geistige Auseinandersetzung, den Kampf der Meinungen – das Lebenselement der Demokratie.

Dies ist der Grund, weshalb das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung von zentraler Bedeutung oder, wie es Verfassungsrechtler sagen, schlechthin konstituierend für die freiheitlich-demokratische Grundordnung ist. Es ist einerseits Abwehrrecht des Bürgers gegen den Staat und zum anderen der unmittelbarste Ausdruck der menschlichen Persönlichkeit in der Gesellschaft und somit eines der vornehmsten Menschenrechte überhaupt. Für den Philosophen Karl Popper hing der Wert eines Dialoges „vor allem von der Vielfalt der konkurrierenden Meinungen ab“. Toleranz sollte uns die andere Meinung als Angebot und Anregung wahrnehmen lassen. Dies ist die Grundlage der Werteordnung des Grundgesetzes, die Werteordnung einer offenen Gesellschaft; einer Gesellschaft, in der die Freiheit des Individuums geschützt ist und der Staat durch sie gebunden ist und er verpflichtet ist, sie zu schützen.

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LMS-Mediengespräche 2017: Statements zu Demokratie und Medien am Tag der Pressefreiheit

Statements zu Demokratie und Medien am Tag der Pressefreiheit

Anlässlich des Internationalen Tags der Pressefreiheit am 3. Mai hat die Landesmedienanstalt Saarland gemeinsam mit dem Saarländischen Journalistenverband und der Siebenpfeiffer-Stiftung zu einer Veranstaltung zum Thema Demokratie und Medien eingeladen.
Die Medienwelt befindet sich durch strukturelle Veränderungen und politische Umbrüche in globaler Bewegung. Neue Verbreitungswege und Kommunikationsformen nehmen Einfluss auf Informationsfülle, Informationsauswahl und Wahrnehmung der medial vermittelten Weltsicht. Eine neue Fülle an Informationen und deren gefühlte Unordnung gehen einher mit verdeckten und offenen Einflussnahmen auf gesellschaftliche und politische Kommunikation, mit Einschränkungen der Informations- und Meinungsfreiheit auch in Europa sowie einer Glaubwürdigkeitskrise der traditionellen Presse und des Rundfunks.

Im Anschluss an die Fachvorträge wurden die anwesenden Journalisten zum Thema Demokratie und Medien befragt.

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