Spielregeln des digitalen Marktes klarer definieren

Impuls von Uwe Conradt, Direktor der Landesmedienanstalt Saarland

Vieles, was mit dem Etikett „digital“ geschmückt wird, soll unser Leben schöner und einfacher machen. Es scheint, als wenn die Science-Fiction-Träume aus den technikgläubigen fünfziger Jahren nun endlich Realität werden könnten bzw. schon sind. … (weiterlesen)

Algorithmen und Interessen – Wer bestimmt unsere Wahrnehmung?

Professor Dr. Dieter Dörr, Direktor des Mainzer Medieninstituts

Die Medienangebote und ihre Verbreitung verändern sich in den letzten Jahren rasant, um nicht zu sagen revolutionär. Dieser Prozess ist in erster Linie technikgetrieben. Entscheidend dafür ist die Digitalisierung der Kommunikationsinfrastrukturen, die in ihrer Bedeutung von Norbert Schneider, dem früheren Direktor der Landesmedienanstalt Nordrhein-Westfalen, bereits 2006 plastisch mit der Erfindung eines neuen Alphabets gleichgesetzt wurde.[1] Mit der Digitalisierung ist es möglich geworden, jedwede Kommunikationsinhalte auf verschiedenen Übertragungswegen zu verbreiten und für die Empfänger auf beliebigen Endgeräten verfügbar zu machen. Dies wird zutreffend als technische Konvergenz bezeichnet. Die fortschreitende Digitalisierung, die Leistungssteigerung der elektronischen Informations- und Kommunikationssysteme und ihre Privatisierung ergreifen immer mehr die Medienmärkte, also den Bereich der Inhalte und ihrer Verbreitung. … (weiterlesen)

Wie setzt man einem grenzenlosen Medium Grenzen?

Viele berichten uns mit leuchtenden Augen von der „neuen Pilgerstätte“ Silicon Valley. Sie erzählen mit welcher Geschwindigkeit und Freiheit dort gearbeitet wird und wie eng und reguliert unsere Situation im Vergleich scheint – das betrifft uns zum Beispiel auch im Forschungsfeld der Universität.

Silicon Valley kann und darf allerdings nicht unüberlegt in alle anderen Länder übertragen werden, denn wir haben in Deutschland und in Europa andere Strukturen und Traditionen.  Wir müssen uns hier kritisch mit dem Thema auseinandersetzen: Zum einen gilt es die positiven Aspekte von Silicon Valley zu erkennen und sie für uns zu nutzen. Zum anderen ist es aber auch wichtig Silicon Valley kritisch zu hinterfragen und mögliche negative Konsequenzen abzuwägen. … (weiterlesen)

Bestimmt die Künstliche Intelligenz welche Nachrichten wir lesen?

Die „Saarbrücker Medienimpulse“ sprachen mit dem Direktor und Vorsitzenden der Geschäftsführung des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI GmbH) Prof. Wolfgang Wahlster (Foto: Jim Rakete) über die Bedeutung der Künstlichen Intelligenz für die Medien und die Sicherung der Meinungsvielfalt.

Saarbrücker Medienimpulse: Ob soziale Netzwerke, Suchmaschinen oder News-Aggregatoren, die Online-Plattformen bestimmen zunehmend, welche Nachrichten von Menschen wahrgenommen werden. Welche Rolle spielen bei der Nachrichtenauswahl selbstlernende Algorithmen und andere Technologien der Künstlichen Intelligenz?(weiterlesen)